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CoOL - Cooperatives Offenes Lernen

Grundsätzliches zu einer Unterrichtsform

 

 

CoOL steht für Cooperatives Offenes Lernen. Es geht auf eine von den LehrerInnen Helga Wittwer und Georg Neuhauser 1996 gegründete Initiative zurück, aus welcher der Schulversuch "Differenziertes Lernen als Integrationsfaktor" an der BHAK/HAS Steyr entstand. Die Initiative war eine Reaktion auf die zunehmende Heterogenität in den Klassen und die Forderung aus der Arbeitswelt nach stärkerer Berücksichtigung der "soft skills" in der schulischen Ausbildung.

 

 

CoOL ist ein reformpädagogischer Ansatz für mehr Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Kooperation in der Sekundarstufe I und II. Die Grundlagen dafür kommen aus verschiedenen reformpädagogischen Strömungen des 20. Jahrhunderts, vor allem aber aus dem von Helen Parkhurst in den USA entwickelten Daltonplan (Freedom, Cooperation, Budgeting Time).

 

 

Wesentliche Merkmale des Cooperativen Offenen Lernen

 

 

Die LehrerInnen kooperieren in KlassenlehrerInnenteams. Wenn SchülerInnen teamfähig werden sollen, dann müssen es auch die LehrerInnen sein. Das erfordert regelmäßige KlassenlehrerInnenteamsitzungen, Klausuren zu Beginn des Schuljahres und periodische Zusammenkünfte aller CoOL-LehrerInnen.

 

 

Die SchülerInnen arbeiten mit schriftlichen, oft auch fächerübergreifenden Assignments (=Arbeitsaufträgen). In sog. CoOL-Stunden hat der/die SchülerIn Wahlfreiheit, wann, wo, wie und meist auch in welcher Sozialform er/sie die gestellten Aufgaben (aus vier Fächern) bis zu den vorgegebenen Terminen bewältigen will.

 

 

Der/die LehrerIn wird zum/zur ModeratorIn, zum Coach, zum/zur BegleiterIn des Lernprozesses und kann so auf jede/n einzelne/n SchülerIn eingehen und sie/ihn gezielt fördern (Individualisierung des Lernprozesses).

 

 

Die Eltern werden in die schulische Unterrichts- und Erziehungsarbeit eingebunden. In regelmäßigen Elternabenden (offen und moderiert) werden Anregungen, Wünsche etc. formuliert.

 

 

Der regelmäßig stattfindende Klassenrat ist ein Selbststeuerungs- und Selbstverwaltungselement der Klasse. In ihm besprechen die SchülerInnen nicht nur ihre Anliegen, sondern trainieren auch Gesprächsregeln, Protokollführung und Moderationstechniken.

 

 

Implementierung von CoOL am BG/BRG Feldkirch oder wie alles begann...

 

 

Der pädagogische Tag im SJ 2010/11 mit dem Thema "Individualisiertes Lernen" hat einige KollegInnen dazu bewogen eine Arbeitsgruppe zu installieren, die seitdem versucht den SchülerInnen ein hohes Maß an Individualisierung und Differenzierung teil werden zu lassen. Nachdem diese Arbeitsgruppe auch einen Vormittag im Gymnasium Gallusstraße hospitierte, und dann mit weiteren Interessenten die BHAK Bludenz, wo seit 2004/05 CoOL stattfindet, wurde der gemeinsame Beschluss gefasst, diese Methode auch in unserer Schule schrittweise zu implementieren. Das Hauptziel ist, dass lernerautonome Unterrichtsmaßnahmen und Lernstrategien Teil des Schulprogramms werden und die Grundsätze im Leitbild der Schule verankert werden.

 

 

2012/13 begannen Teresa Ebner, Christina Haas-Hämmerle und Claudia Mark mit dem ersten Seminar des zweijährigen CoOLtrainer-Lehrgangs. Somit war der erste Schritt getan! Derzeit gibt es am BG/BRG Feldkirch eine erste CoOL-Klasse, die am Freitag einen Block von vier Stunden in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch und Biologie zur Verfügung hat, in welchen sie Arbeitsaufträge erhalten.

Aktuelle CoOL-Klassen

1CKV: Teresa Neyer (E), Birgit Schindegger (M), Katharina Mader (D), Friederike Smolnik (BU)
2CKV: Isabella Manser (D), Maria Konzett (M), Ulrike Fellacher (E), Friederike Smolnik (BU), Mirjam Begle (ME)
3CKV: Maria Konzett (M), Teresa Neyer (E), Anita Frei (D), Petra Stanek (GWK), Mirjam Begle (ME)
4CKV: Claudia Mark (M), Petra Könighofer (D), Christina Haas-Hämmerle (E), Friederike Smolnik (BU)