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Spannende Podiumsdiskussion zur Europawahl

Am Mittwoch 10.4. erlebte die 7b Europapolitik hautnah bei der interessanten Podiumsdiskussion in Feldkirch

Klartext sollte gesprochen werden. Das war das Ziel der, von der ÖVP-nahen Schülerunion organisierten, Podiumsdiskussion zur, im Mai stattfindenden, Wahl des Parlaments der Europäischen Union. Knappe 1200 Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleitpersonen versammelten sich am Mittwochvormittag im Feldkircher Montforthaus, um der Diskussion zwischen sechs Kandidatinnen und Kandidaten für die Legislative der Europäischen Union zu folgen. Von den Moderatoren Caro Bartos und Sebastian Ratz durften Othmar Karas (ÖVP), Nathaniel Heinritz (SPÖ), Petra Steger (FPÖ), Claudia Gamon (NEOS), Johannes Voggenhuber (Liste JETZT - Initiative 1 Europa) und Werner Kogler (GRÜNE) auf der Bühne begrüßt werden.

 

Nach sechs Eingangs-Statements durch jede Person auf dem Podium wurden Fragen gestellt, welche mit Schildern mit den Aufschriften „JA“ und „NEIN“ beantwortet werden konnten. Hierbei erfuhren die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Beispiel, dass einzig Othmar Karas – ehemalig Vize-Präsident des EU- Parlaments – die umstrittene Zustimmung für die neue EU-Urheberrechtsreform (Stichwort: „Artikel 13“) für sinnvoll hält und dass nur Petra Steger – aktuell Abgeordnete zum Nationalrat – glaubt, dass das Parlament des Staatenbundes keine gute Arbeit leistet.

 

Während der Diskussion konnten die aktuell wichtigsten Themen auf innen- und europapolitischer Ebene behandelt werden. Von einer möglichen Sozialunion, den Vereinigten Staaten von Europa, dem Klimaschutz (hierbei vor allem die „Fridays for Future“-Demonstrationen) und der Migration: Es war tatsächlich genug Zeit, um wichtige Punkte in den verschiedensten Parteiprogrammen zu besprechen, wobei aber durchaus gut erkennbar war, dass von den Kandidatinnen und Kandidaten immer wieder versucht wurde, das eigene „Top-Thema“ in die Diskussion zu werfen, obwohl die Ausgangsfrage vielleicht eine vollkommen andere war. Vor allem Werner Kogler mit dem Klimaschutz oder Petra Steger mit der „Flüchtlingskrise“ probierten es immer wieder. Mehr oder weniger erfolgreich.

 

Übrigens: Ein wichtiger Aspekt des Vormittages waren noch die Abstimmungen vor und nach der Diskussion. So konnte ermittelt werden, welche der Personen auf dem Podium am meisten überzeugte. Während also vor der Diskussion noch Werner Kogler (27,5%) gewonnen hätte, erzielte Claudia Gamon nach den Abschluss-Statements mit 29,2% den besten Stimmenanteil.

 

Ob jetzt tatsächlich alle der 1200 Schülerinnen und Schülern wissen, wem sie am 26. Mai bei der Europa- Wahl ihre Stimme schenken wollen, ist unklar. Was aber klar ist, ist der Fakt, dass das Verständnis für Europa stark geweckt wurde. Und die wichtigste Nachricht des Tages war sowieso eine vollkommen andere: Dass es für eine starke Demokratie und für ein starkes Europäisches Parlament unfassbar wichtig ist, wählen zu gehen. Das war eines der wenigen Themen, bei welchem wirklich Klartext gesprochen wurde. Na ja. Wenigstens etwas.