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ERASMUS + auf den Spuren erneuerbarer Energie

Erasmus+-Projekt „Winds of Change“: 14 SchülerInnen des BG Feldkirch Rebberggasse auf Gran Canaria.

FELDKIRCH, LAS PALMAS 


Gleich nach der Ankunft am Sonntagabend stellten wir fest, dass der Projektname „Winds of Change“ für uns hier eine ganz neue Bedeutung bekommen würde, es erwartete uns nämlich eine wirklich windige Woche.

Wie wir auf unserer Fahrt vom Flughafen nach Hause zu unseren Gastfamilien gleich eindrucksvoll zu sehen bekamen, wird dieser starke Wind im Osten der Insel zur Erzeugung erneuerbarer Energie mittels Windkraftanlagen genutzt.

 

Willkommensfrühstück

Am Montagmorgen besuchten wir als Erstes die Schule in Arinaga. Dort wurden wir durch ein typisch einheimisches Frühstück willkommen geheißen. Nach einer kurzen Gesangs- bzw. Tanzeinlage der spanischen Schüler bekamen wir eine kurze Führung durch die Schule, bevor es auch für uns in den Unterricht ging. Anhand eines Modells wurde uns erklärt, wie ein Windkraftwerk funktioniert. Am Nachmittag lag es an unseren Gastfamilien, für uns ein Programm zu organisieren.

Ein Reisebus brachte uns am Dienstag in den Süden der Insel. Dort bekamen wir die Aufgabe, aus einem „Escape Room“ zu ent-kommen, indem wir verschiedene Rätsel lösen mussten, um den Schlüssel für den Ausgang zu finden. Nachdem dies allen mehr oder weniger geglückt war, besuchten wir den Strand „Playa des Ingles“, wo wir noch baden konnten.

 

Sportliches Programm

Am Mittwoch brachte uns der Reisebus zu einem Wasserpark im Süden der Insel. Dort hatten wir die Möglichkeit, den ganzen Tag lang in Schlauchbooten auf waghalsigen Rutschen in die Tiefe zu stürzen.

Am Donnerstag starteten wir ebenfalls sportlich in den Tag, denn am Morgen stand ein Orientierungslauf auf dem Programm. Dabei galt es, zusammen mit seinem spanischen Partnerschüler und nur mit Hilfe einer Karte verschiedene „Checkpoints“ zu finden und dadurch so schnell wie möglich wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Nach etwa einer Stunde waren alle mehr oder weniger gesund, auf jeden Fall aber außer Atem im Ziel. Danach brachte uns der Bus zur VET-School Gran Canaria. Das ist eine Schule, in der Schüler Dinge wie etwa Altenpflege oder Kochen lernen. Außerdem dient die Schule der Vorbereitung auf die Universität. Nach einer kurzen Führung durch das Gebäude, bei der wir unter anderem zusehen konnten, wie Spiegeleier über einem Spiegel gebraten wurden, bekamen wir ein viergängiges Menü serviert. Es bestand aus lokalen Köstlichkeiten und wurde von den Schülerinnen und Schülern der Schule gekocht.

Am Freitag besuchten wir die Altstadt von Agüimes, die uns von Schülern der spanischen Schule vorgestellt wurde. Danach ging es für einige von uns zum lokalen Radio- bzw. Fernsehsender, wo Interviews aufgenommen wurden. Nachdem diese Aufgabe bravourös gemeistert war, fuhren wir wieder zurück zu unseren Gastfamilien. Am Abend trafen sich noch einmal alle in der Schule. Unsere Partnerschüler hatten die Aufgabe, eine typisch spanische Speise zu kochen und mitzubringen. So bot sich uns ein reichhaltiges Buffet an kanarischen Köstlichkeiten, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei war. Danach zogen alle Schüler weiter in eine Bar, um dort Billard und Tischfußball zu spielen. Schnell gelang es uns, die Barkeeperin von unserem Musikgeschmack zu überzeugen und so verpassten wir allen schnell ein österreichisches Flair, das sogar den Einheimischen zu gefallen schien.

Am Samstag war es die Aufgabe der Gastfamilie, ein Programm für uns zu erstellen. So wurden wir alle in die verschiedensten Orte der Insel mitgenommen, von der Hauptstadt Las Palmas bis zu den Dünen im Süden der Insel war alles dabei. Am Abend trafen sich wieder viele der SchülerInnen zu einem gemeinsamen Abendessen und einem Spaziergang entlang des Strandes, der sich bis spät in die Nacht ziehen sollte.

 

Ein schwerer Abschied

Am Sonntag galt es schon wieder die Koffer zu packen und Abschied zu nehmen. Nach einem letzten kurzen Abstecher zum Meer trafen wir uns alle um 15 Uhr am Flughafen, wo es dann zur endgültigen Verabschiedung kam, auch wenn diese uns allen sehr schwerfiel.

Rückblickend hatten wir alle eine wirklich großartige Zeit in dem Erasmus+-Projekt „Winds of Change“ verbracht, die wir sicherlich nicht mehr vergessen werden. Wir lernten nicht nur viel Neues über die erneuerbaren Energien in Vorarlberg und Gran Canaria, sondern lernten auch eine andere Kultur kennen und schlossen enge Freundschaften.

 

VON LUKAS KALKHOFER UND STEFAN SALZMANN