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Die Sozialtrainingstage der 2e

Die 2e durfte zwei spannende Tage mit den Sozialtrainerinnen unserer Schule erleben

Am Mittwoch, den 13. Juni, trafen wir uns nach dem Unterricht in der Aula und warteten bis Tag 1 unseres Trainings begann. Es war das erste Mal, dass wirklich die ganze Klasse dieses Jahr etwas zusammen aß oder einfach nur beisammensaß. Nach dieser kurzen Wartezeit erwarteten uns am Eingang des Elmar-Riedmann-Saales die beiden Referenten des Sozialtrainings: Frau Professor Haas-Hämmerle und Frau Professor Schindegger.


Wir begrüßten sie, dabei gaben wir ihnen die Hand und stellten uns vor. Diese Sitzordnung hinzunehmen, ohne dabei irgendwelche blöden Kommentare abzugeben, war schon ein erster kleiner Teil unseres Trainings. Für die folgenden zwei Tage galt: Wer es nicht schaffte, zum Beispiel nicht zu lachen, wenn ein anderer gerade eine peinliche Situation erzählte, musste bei einem der vorbereiteten Tische außerhalb des Kreises eine Auszeit nehmen.  Danach erarbeiteten wir, was wir mit diesem Training erreichen wollten. Die Ziele wurden auf unserer Flipchart-Tafel notiert. Dann erklärte uns Frau Haas-Hämmerle, dass man für diese Ziele wichtige Kompetenzen wie Bedürfnisaufschub oder Frustrationstoleranz benötigt. Um anzusprechen, was einen so stört innerhalb der Klasse, waren außerdem noch Mut und Ehrlichkeit gefragt. 

 

Im Folgenden schauten wir auf die Grund- und Menschenrechte und versuchten eine Klassenregel aus diesen Rechten zu verfassen, die dann für unsere Klasse gelten sollte. Danach stellten die Lehrpersonen ein Paar Szenen dar, bei denen ein Mädchen von einem anderen genervt wird. Das Opfer sollte sich wehren, ohne dabei die Menschenrechte der anderen Person zu verletzen. Das Wichtigste dabei ist: strenger Blick, Augenkontakt, Hände bleiben am Körper, keinen Schritt in Richtung des Gegenüber zu machen, zwei klare, aber nicht beleidigende Worte wie: „Hör auf!“,  „Es reicht!“ oder „Lass das!“. Dieses richtige Konfliktverhalten versuchte dann jeder unserer Klasse in einer Simulation anzuwenden. 

 

Am nächsten Trainingstag bekam dann jeder einen Zettel und er sollte damit einen Brief an jemanden in der Klasse schreiben, bei dem man das Gefühl hat, dass er/sie sehr wenig bis gar keine Menschenrechte verletzt. Diese Briefe wurden dann in der Runde vorgelesen und der Person übergeben. Die drei Schüler/innen, die am meisten Lobbriefe bekommen hatten, bekamen danach als Belohnung eine „Laola-Welle“. Genau dasselbe machten wir dann auch mit Briefen, bei denen wir die Personen baten, gewisse Dinge in Zukunft besser zu machen. Natürlich bekamen dort die Leute mit den meisten Zetteln keine Belohnung, aber sie hatten die Chance, später Briefe zu erhalten, in denen stand, dass ihnen die gewünschte Verhaltensänderung gelungen sei.


Neben einer Vielzahl an lustigen Gruppenspielen gab es zum Abschluss des Trainings auch noch einen Wettkampf, bei dem es darum ging sich möglichst genau in einen Klassenkollegen hineinzuversetzen. Mit diesem Spiel war unser zweitägiges Training dann zu Ende und wurde mit einem Nachmittag im Schwimmbad mit der Klasse abgerundet. Ich finde das Training hat uns als Klasse geholfen und es war insgesamt sehr hilfreich und informativ.