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DDR-Zeitzeuge Dr. Gerulf Lenz erzählt lebhaft und eindrücklich aus seinem Leben

Am Donnerstag, den 25. April, besuchte der Zeitzeuge Dr. Gerulf Lenz die 4. Klassen

Am Donnerstag, den 25. April hatten wir (alle 4. Klassen) die Gelegenheit, durch den Zeitzeugen Dr. Gerulf Lenz, der während des Kalten Kriegs bis zum Mauerfall in der DDR lebte, etwas mehr darüber zu erfahren. Er berichtete uns über sein Leben und das Arbeiten in einem kommunistisch geprägten Staat. 

 

Aufgewachsen ist Gerulf Lenz bei seiner Mutter in Greiz, Thüringen. Sein Vater war vier Monate nach seiner Geburt bei Leningrad gefallen. Als das Kriegsende nahte, wurde Greiz zunächst von den USA besetzt, schließlich wurde Thüringen doch noch der Sowjetunion zugesprochen. Somit befand sich Greiz ab 1949 in der DDR. 

 

Die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik bevorteilte die Leute, die der „richtigen“ Partei angehörten, nämlich der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Deshalb wurde Gerulf Lenz immer dann, wenn er beruflich eine höhere Position angeboten bekam, zurückgewiesen, sodass nur Parteimitglieder einflussreiche Funktionen ausüben konnten. 

 

Ebenso gab es in dem östlichen Teil Deutschlands die Staatssicherheit, kurz STASI, die auch sogenannte „informelle Mitarbeiter“ unterhielt, die dazu dienten, andere auszuspionieren und auszuliefern. Dies musste auch Herr Lenz am eigenen Leib erfahren: Ein enger Freund gestand ihm sechs Jahre nach dem Mauerfall, er wäre ebenfalls bei der STASI gewesen. Außerdem fingen sie einmal einen Brief von Herrn Lenz an seine Tanten in der BRD ab, in dem er das Regime kritisierte. 

 

Da die DDR kommunistisch war, florierte die Wirtschaft ganz und gar nicht, anders als in der BRD, die eine freie Marktwirtschaft hatte. Die Lebensmittel wurden rationiert und jeder bekam nur das Nötigste. 

 

Zum Schluss zeigte uns Gerulf Lenz auf, dass die DDR aber nicht nur Nachteile hatte. Beispielsweise sei seiner Meinung nach das Bildungssystem besser organisiert gewesen. 

 

 

Im Namen aller Viertklässler möchten wir Herrn Dr. Lenz herzlich danken, dass er sich die Zeit genommen hat an unsere Schule zu kommen und von seinem Leben in der DDR zu erzählen.