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Das Maturamatch als Publikumserfolg

Maturanten besiegen ihre Lehrpersonen in spannendem Showdown

Um knapp 14:00 Uhr war es soweit: „OOOOOOOOOH - WIE IST DAS SCHÖN. SOWAS HAT MAN LANGE NICHT GESEHEN…“ fegte per Lautsprecheranlage über den Sportplatz des Bundesgymnasiums Feldkirch und riss dann schlussendlich doch noch die bis zuletzt anwesenden Fans mit. Trotz des schlechten Wetters
nämlich – Wettergott Petrus meinte es nicht sehr gut mit dem Organisationsteam rund um Jakob Walser und Gero Fechner aus der 8B-Klasse – schafften es einige hundert Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Umfeld der Schule, also Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und auch einige Eltern, pünktlich
zum Anpfiff um 12:45 auf die Arena zu Feldkirch.

 

Seit etwa einem Jahr stand die Idee im Raum, am vergangenen Freitag wurde sie schlussendlich umgesetzt: Oft gewünscht und immer wieder vertagt (Wir erinnern an das „Sowas hat man lange nicht gesehen“ aus dem Abschlusslied…) - doch die diesjährigen 8. Klassen setzten es in die Tat um: Das Maturamatch.

Mittlerweile vielleicht sogar ein bisschen in Vergessenheit geraten, stand es in diesem Jahr endlich wieder an, was für gute Laune im gesamten Umfeld der Schule sorgte. Die Lehrpersonen, sie traten hochkarätig und unter Schirmherrschaft des Kapitäns, Andreas Schwab, an. Und sie machten es souverän. Trotz der klaren 0:4-Niederlage gegen ihre Herausforderer, die Maturantinnen und Maturanten, behielten sie nämlich über die gesamten 30 Minuten den Kopf oben, glänzten mit grandiosen Aktionen am Ball und preisverdächtigem Einsatz in den Zweikampfduellen und fingen sich sogar einige Male laute Aufmunterungsschreie des Direktors, der dauerhaft und fieberhaft am Seitenrand die Partie verfolgte, ein. Die Champions-League-Hymne wurde zu Beginn des Spiels auf jeden Fall zurecht abgespielt. Der Fußballbewerb ging also klar verloren, hier war die Auswahl aus der 8A- und der 8B-Klasse einfach zu stark. Die Mannschaft rund um den Spielführer Lukas Kalkhofer ging bereits in der ersten Spielminute durch ein hübsches Tor von Simon Sieber in Führung und war dann, auch dank einiger Entscheidungen der Schiedsrichter, bei denen in der Champions League vielleicht der Videobeweis befragt worden wäre, nicht mehr zu halten. 2:0 stand es zur Halbzeit, 4:0 am Schluss - Getroffen hatten noch Jonas Mark, Leonardo Glaessgen und Stefan Erhart.


Ausgleich in der Halle

Die wahre und auch zuvor etwas versteckte Stärke der Lehrpersonen wurde dann erst in der Halle sichtbar: Der, aufgrund der Bedingungen, in die Turnhalle drei verlegte, Volleyball-Bewerb nämlich wurde zu 100% von den Lehrerinnen und Lehrern, vor allem aber von Gerhard Hosp, bestimmt, die diesen höchstverdient mit 25:17 gewannen.

So musste also eine Entscheidung her, aufgrund des Spielermangels und des immer größer werden Durstes nach einer - natürlich alkohlfreien - Erfrischung zum Spielende wurde schlussendlich ein zuerst angedachtes Golden-Goal zu einem hochspannenden Elfmeterschießen. Stefan Salzmann auf Seiten der Schüler, Lukas Köb auf Seiten der Lehrer - In ihren Goalie-Handschuhen lag die Entscheidung, die schlussendlich durch zwei gehaltene Lehrer-Elfmeter herbeigeführt wurde. Leonardo Glaessgen war es, der den finalen Strafstoß vorbei an Köb ins Tor schlenzte, zu Boden ging und dann von seinen Team-Kameradinnen und -Kameraden überrannt wurde. Es war fix: Der Pott darf für ein Jahr in den Räumlichkeiten der Achtklässler anstatt im Lehrerzimmer verweilen.

 

Ekstase pur
Dann: Die Pokalübergabe. Hochoffiziell, natürlich. Champions League-Hymne, Handshakes mit Klassenvorständin Katharina Mader und Direktor Christoph Prugger. Mehrere Kreuzzeichen. Lauter Jubel an den Seitenlinien. Der Pokal, mehrfach geküsst. Der Pokal, mehrfach als Trinkbecher missbraucht. Er war in den Händen der Achtklässlerinnen und Achtklässler gelandet, die den Schwung aus diesem Spiel jetzt ziemlich sicher in die Reifeprüfungen im Mai mitnehmen werden. Und die darauf hoffen werden, dass sie im kommenden Jahr als Gäste beim nächsten Maturamatch dabei sein werden. Weil ein „geiles Event“, wie man beim gemeinsamen Umtrunk mit Lehrern und Schülern immer wieder vernahm, das war es auf jeden Fall.

Danke an das BG Feldkirch für die Möglichkeit, dieses Event auszurichten - die Motivation in Hinblick auf das letzte Schuljahr ist jetzt noch viel ungebrochener. Eine Freude und Ehre zugleich war es uns.

 

Text: Maximilian Werner (8b)
Bilder vom Maturamatch