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1868 |
Liberalen Kreisen gelang es schließlich, dass die Patres Jesuiten die Leitung und die Lehrtätigkeit am Staatsgymnasium aufgeben mußten. Deshalb gründeten die Jesuiten in der Stella Matutina ein Privatgymnasium. Nun setzten viele Schüler des öffentlichen Feldkircher Gymnasiums ihre Ausbildung in der Stella Matutina fort. Wer die Berufung zum Geistlichen in sich verspürte, wandte sich meist dem Staatsgymnasium in Brixen zu. |
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1869
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1. Oktober: Beginn des 1. Schuljahres mit dem neu ernannten weltlichen Lehrkörper. Er bestand inklusive des Direktors aus insgesamt dreizehn Lehrern, 12 weltlichen und ein geistlicher (Katechet). Damit hat sich ein lange gehegter Wunsch der liberalen Kreise nach einer der zeit angepassten Schule erfüllt. |
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1869/70 |
Schülerzahl 90 (vgl. dazu 1859/60: 464 Schüler). Das Feldkircher Gymnasium befand sich in einer ernsthaften Krise. |
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1871 |
17. Februar: Die geringen Schülerzahlen am Feldkircher Gymnasium bewog nun die Schulbehörden, eine Vereinigung der seit 1860 in Feldkirch bestehenden "Kommunal-Unter-Realschule" mit dem Staatsgymnasium zwecks Hebung der Schülerzahlen zu erwirken. Dies geschah dann auch unter obigem Datum durch eine kaiserliche Entschließung, wodurch die Unterrealschule auf vier Klassen erweitert und mit dem Untergymnasium zu einem Realgymnasium und gleichzeitig die Errichtung einer Oberrealschule angeordnet wurde. Vorbild für diesen realen Typ waren die Wiener Realgymnasien. in der dritten Klasse fiel die Entscheidung, ob ein Schüler später an das Real-Obergymnasium oder in die Oberrealschule aufsteigen durfte: In einem Fall war Griechisch in der 3. u. 4. Klasse die obligate Fremdsprache, im anderen Französisch statt Griechisch. Damit war erstmals für die Schüler die Möglichkeit geschaffen, sich eine höhere technische Ausbildung in ihrer Heimat anzueignen. Bald beherbergte das noch junge Gymnasialgebäude folgende Schulen: vier Klassen Realgymnasium, vier Klassen Real-Obergymnasium und drei Klassen Oberrealschule. |
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1872 |
Eröffnung der Vorarlberger Bahn (Bregenz – Bludenz) |
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1872 |
"Vereinigte k.k. Staatsmittelschule" |
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1878 |
Auflösung der Oberrealschule |
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1879 |
"K.k. Real- und Obergymnasium" |
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1881 |
Kaiser Franz Joseph I. besucht Feldkirch |
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1884 |
Eröffnung der Arlbergbahn |
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1896 |
Veröffentlicht Josef Wichner, früher Schüler des Feldkircher Gymnasiums, sein autobiographisches Werk "Im Studierstädtlein". Diese Bezeichnung der Montfortstadt geht also auf ihn zurück. |
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1903 |
Gründung einer Realschule in Dornbirn. Auflassung der Feldkircher Realschule. |
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1903 |
"K.k. Staatsgymnasium" |
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1910 |
Katastrophale Überschwemmung in Feldkirch |
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1910 |
Ida Obwegeser ist die erste Schülerin (Externistin) des Gymnasiums. Sie studierte später Medizin. |
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1914-1918 |
1. Weltkrieg; das Gymnasium dient als Reservelazarett; Unterbringung der Schüler u.a. im Mädchenheim der Firma Ganahl am Fuße des Känzele. |
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1919 |
Manche Leute wünschen sich die Umgestaltung des Feldkircher Gymnasiums in ein Realgymnasium. Da dieser Plan vom Unterrichtsministeriums keine Berücksichtigung fand, entschied man sich in Feldkirch für den humanistischen Bildungstyp. |
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1919 |
Gründung des Xaveriushauses der Missionare vom kostbaren Blut (Anfang der Ardetzenbergstraße). Es sollte dem Schülerschwund entgegenwirken. |
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1923 |
"Bundesgymnasium" |
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1923 |
Dem traditionsreichen Feldkircher Gymnasium droht die Aufhebung. Der österreichische Staat sieht sich angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage zu großen Sparmaßnahmen gezwungen. Aufruf des Feldkircher Rechtsanwaltes Dr. Gottfried Riccabona zu einer Volksversammlung zur Rettung des Gymnasiums. Dank der Versprechen des Stadtrates, des Landesschulrates, des Zusammenhaltens zwischen Bürgerschaft und Lehrkörper gelang es abermals, das Schicksal für das Gymnasium gütig zu stimmen. Feldkirch durfte sein Gymnasium behalten. Die größten Verdienste zur Erhaltung dieser Anstalt erwarb sich der damalig Direktor Hofrat Karl Winter. Er bat die Bevölkerung Vorarlbergs um Unterstützung. Mit milden Gaben und Anhebung des Schulbesuches gelang es, den Weiterbestand der altehrwürdigen Bildungsanstalt zu sichern. Diesem Zweck sollte vor allem auch die Errichtung von Studentenheimen beitragen. |
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1923-1927 |
Bestehen einer vierjährigen "Deutschen Mittelschule" neben dem Gymnasium. Sie war für solche Schüler gedacht, die später eine Handels- oder Fachschule besuchen wollten. Sie sollte eine Bürgerschule (später Hauptschule)"vorzüglich" ersetzen. Fremdsprachlicher Unterricht war nicht zwingend vorgeschrieben. Den Besuchern der 3.und 4. Klasse bot sich aber die Möglichkeit, freiwillig eine moderne Fremdsprache zu erlernen. |
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1923 |
Eröffnung des Fidelisheimes der Nordtiroler Kapuzinerprovinz im Feldkircher Stadtteil Widnau (heute Jugendhaus Graf Hugo). |
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1924 |
Die Inflation erreicht ihren Höhepunkt (Abwertung der Krone im Verhältnis 1:10000) |
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1925 |
Großfeldkirch entsteht |
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1926 |
Gründung des Bischöflichen Studentenkonvikts in der Marktgasse (beim Alten Gymnasium) |
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1931,April 17 |
Das Ansuchen um eine unentgeltliche Bereitstellung eines Baugrundes für den Erweiterungsbau des Gymnasiums wird vom Feldkircher Stadtrat genehmigt. Nur muß dabei die Johannitergasse 10m breit bleiben; zu baulichen Maßnahmen kommt es aber infolge Geldmangels nicht. |
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1937/38 |
487 Schüler (bisheriger Höhepunkt) |
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1938 |
Anschluß Österreichs als Ostmark an das Deutsche Reich |
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1938 |
"Oberschule für Jungen" |
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1939-1945 |
2. Weltkrieg |
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1939/40 |
Das Xaveriushaus, jetzt "Illschule" genannt, wird der Oberschule für Jungen angegliedert. |
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1941 |
Entfernung des botanischen Gartens. Er mußte einem Schulsportplatz weichen. Körperliche Ertüchtigung hatte unter dem NS-Regime einen sehr hohen Stellenwert. |
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1941 |
1. Dezember: Erstes Mädchen als ordentliche Schülerin in der Oberschule aufgenommen (vorher nur Externisten). |
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1943. |
Oktober: Alliierter Bombenangriff auf Feldkirch. Zahlreiche Todesopfer. |
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1944/45 |
bereits 52 Mädchen an der Oberschule |
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1945 |
Februar: Beschlagnahme des Gymnasialgebäudes durch die Wehrmacht. Das Schulgebäude dient als Lazarett. |
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1945 |
23. April: Oberstudiendirektor (Direktor) Valentin Eccher (eigentlich Egger) verfügt die Unterbrechung des Unterrichtes. Der Lehrbetrieb ruht aber bis zum Ende des Schuljahres. |
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1945 |
Mai: Die französische Besatzungsmacht beschlagnahmt die Oberschule und die Illschule (vorher Xaveriushaus). |
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1945 |
8. Mai: bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches |
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1945 |
"Bundesgymnasium Feldkirch". Damit wieder Anknüpfung an die seit 1923 übliche Bezeichnung. |
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1955/56 |
Der Bund übernimmt die Kosten für das Gymnasium. Bisher trug sie, und zwar über 300 Jahre, die Stadt Feldkirch. |
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1958/59 |
Die erste reine Mädchenklasse am Gymnasium; das gab es nur ein Jahrzehnt; dann wieder Rückkehr zu koedukativ (gemischt) geführten Klassen. |
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1962/63 |
Das Bundesministerium für Unterricht entscheidet sich für einen Neubau des Feldkircher Gymnasiums. |
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1964/65 |
Das neue Gymnasium wird in absehbarer Zeit in Levis nahe dem Siechenhaus entstehen, wo die Anstalt nach dem verheerenden Stadtbrand im Jahre 1697 vorübergehend eine Heimstätte fand. |
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1968/69 |
Errichtung eines Erweiterungsbaues (heute Polytechnikum) im Gymnasialhof. |
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1969/70 |
Verlegung des Schulgottesdienstes von der Johanneskirche in die Kapuzinerkirche. |
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1970-1973 |
Neubau des Gymnasiums in Levis, Rebberggasse |
| 1973/74 | Aufnahme des Unterrichtes im neuen Gymnasium. Im Alten Gymnasium ("Kiste") fand die Allgemeine Sonderschule (heute Pädagogisches Förderzentrum) Aufnahme. |
| 1997/98 |
Beginn des Zu-
und Erweiterungsbaus des BG+BRG Feldkirch. Gleichzeitige Sanierungstätigkeiten
des bestehenden Gebäudes in der Rebberggasse 25-27. Spatenstichfeier
am 29.4.1998 |
| 1999 | "350 JAHRE BG+BRG Feldkirch" - große Feierlichkeiten |
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2000/2001 |
Eröffnungsfeierlichkeiten des Neubaus am 24.11.2000 und Tag der offenen Tür |
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2001/02 |
Fertigstellung der Sanierung des Altbaus des neuen BG+BRG Feldkirch mit 34 Klassen, Erstellung eines neuen Leitbildes |
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2002/03 |
Trotz drastischer Stundenkürzungen - Neue gemeinsame Unterstufe Klassengemeinschaft bleibt bestehen, RG und G unterscheiden sich nur im Fach Französisch/Latein |
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2003/04 |
Schmerzlicher Verlust des langjährigen Direktors, und Vaters des Neubaus, Mag. Elmar Riedmann, Dr. Harald Walser wird neuer Direktor; Beginn der neuen Oberstufe mit "Schwerpunktsetzungen" im RG |
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2004/05 |
Einführung der 5 Tage-Woche, erstmals offizielle Herbstferien im Land Vorarlberg |
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2005/06 |
Kapazitätsgrenze des Neubaus mit 34 Klassen erreicht, über 870 SchülerInnen, 85 Lehrpersonen |