Das alte Jesuitengymnasium
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1218 |
wird Feldkirch urkundlich erstmals als Stadt erwähnt |
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Um 1310 |
erwähnen die Quellen einen "Magister Albertus". Albrecht war möglicherweise Lateinschulmeister in Feldkirch. Die Lateinschule schuf lange Zeit die Voraussetzungen für ein Studium an der Universität. Später war sie eine Vorbereitungsanstalt für das hiesige Gymnasium. |
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1349 |
Brand der Stadt Feldkirch. Das Feuer verschont nur den obersten Teil der Neustadt (Geißzipfel). |
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1383 |
130 Pesttote in Feldkirch (Beulenpest) |
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1390 |
Feldkirch kommt an Österreich |
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1400/1401 |
"Johannes Odacker, rector puerorum in Veltkilch"; der erste mit Sicherheit nachweisbare Feldkircher Lateinschulmeister. |
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1438 |
Erste Erwähnung der Feldkircher Lateinschule beim Bludenzer Tor (abgerissen 1870) |
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1460 |
Stadtbrand |
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1467 |
400 Pesttote |
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1475 |
Hieronymus Münzer für kurze Zeit Lateinschulmeister in Feldkirch |
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1553 |
erstes Jesuitengymnasium in Österreich (Wien) |
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16./17. Jh. |
Zahlreiche Musensöhne der Montfortstadt besuchen mangels eines eigenen Gymnasiums (bis 1649) die katholischen Gymnasien in Bayern (Dillingen, Augsburg, München), Württemberg (Konstanz) und Innsbruck. Die Feldkircher Lateinschule genügte als Vorbereitung für die Universität nicht mehr. |
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1618 – 1648 |
Dreißigjähriger Krieg |
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1622 |
Ermordung des Feldkircher Kapuzinerpaters Fidelis durch Calviner in Seewies (Kanton Graubünden). Fidelis wirkte dort als Missionar zur Bekehrung der Calviner (Gegenreformation = Rückführung der Protestanten zum katholischen Glauben). |
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1623 |
erste Lehrtätigkeit der Jesuiten an österreichischen Hochschulen |
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1635 |
400 Pesttote |
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1648 |
Der Stadtrat beruft nach anfänglich schweren Bedenken die Jesuiten zur Gründung eines Gymnasiums nach Feldkirch. Damit trugen die Stadtväter einmal dem Herzenswunsch des Churer Fürstbischofs Johann VI. (1636 – 1661) Rechnung, der im Bistum Chur eine höhere Ausbildung der Katholiken zur Rekatholisierung der Andersgläubigen in Graubünden ins Leben rufen wollte. Ferner war die bildungshungrige Jugend der Montfortstadt nicht mehr genötigt, weit entlegenen Gymnasien zu besuchen. |
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1649 |
4.Februar: Vertrag zwischen der Stadt Feldkirch und den Jesuiten. Damals sollten die Jünger Loyolas für die künftige Errichtung eines Gymnasiums selbst aufkommen. Die Stadt verpflichtete sich zunächst lediglich zur Deckung des täglichen Brennholzbedarfes und zu freiwilligen Leistungen. Später erbot sich dann der Stadtrat, der Feldkircher Jesuitenniederlassung jährlich karge 400 Gulden (entsprach vielleicht etwa 20 guter Pferden) aus kirchlichem Vermögen zuzuweisen, zunächst auf 4 Jahre befristet. Schließlich ließen sich aber die Stadtväter sogar dazu herbei, der Gesellschaft Jesu die kostenlose Bereitstellung des Bauplatzes und der Baumaterialien zur Errichtung eines Gymnasiums, falls bessere Zeiten kämen, in Aussicht zu stellen. Auch einen Karzer (Schulgefängnis) sollte die geplante Bildungsanstalt erhalten. |
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1649 |
7. April: Die Jesuitenpatres Eisenreich und Weidenhover nehmen in Feldkirch ihre Lehrtätigkeit auf. Sie erteilen wenigen Schülern Privatunterricht. Das war die Geburtsstunde des Gymnasiums in Feldkirch. Seit 31. Mai fand der Unterricht in einem provisorischem Schullokal statt. |
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1649 |
Juli: 30 Schüler am Gymnasium; die Jesuiten verlangten kein Schulgeld. Unterrichtssprache war Latein, wie es damals an höheren Schulen üblich war. |
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1649/50 |
Errichtung eines Gymnasiums auf Kosten der Stadt Feldkirch. Es befand sich im östlichen Teil der heutigen Raiffeisenbank auf dem Domplatz. Im Bereich des westlichen Teiles des erwähnten Geldinstitutes hatte die Missionsstation der Jesuiten ihren Standort. Sie wurde 1653 zur Residenz erhoben. Schülerzahl 1650 : 124; |
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1652 |
Erweiterung des Gymnasiums um 2 Klassen: (Poesis = Literatur und Dichtkunst, 5. Klasse; Rhetorik = Redekunst, 6. Klasse). Nun fand das 6 Klassen umfassende Gymnasium seinen Abschluss. Schülerzahl: 150 |
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1653 |
Errichtung von 2 philosophischen Kursen: Logik (=Denklehre) bzw. Dialektik (=Kunst der Gesprächsführung) und Physik. Damit erhielt die Anstalt den Charakter eines Lyzeums (=Mittelstufe zwischen Gymnasium und Hochschule). |
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1655 |
Schülerzahl: 200; |
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1656 |
Schülerzahl: 240; |
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1662 |
Verlegung der Residenz der Jesuiten ins Hubhaus (etwa Finanzamt); heute Gebäude der Bezirkshauptmannschaft |
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1663 |
Theologische Vorlesungen am Lyzeum der Jesuiten: Moral (=Sittenlehre), Kasuistik (=Einzelfälle der Sittenlehre). Diese Lehrveranstaltungen dienten der Heranbildung von Priesteramtskandidaten. Damit umfasste die Lehranstalt 9 Jahrgänge. |
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1678 |
Ersuchen der Jesuiten an den Magistrat in Feldkirch, Nachtschwärmern unter den Studierenden durch städtische Wächter einfangen zu lassen. Der Magistrat sollte ferner auch ein Verbot erlassen, Jesuitenschülern ohne Wissen ihrer Eltern Geld zu leihen. Gedankenlosen Schuldenmachern sollte damit das Handwerk gelegt werden. |
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1680 |
Erhebung der Residenz zum Kolleg |
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1689 |
letzter Pestfall Vorarlbergs in Feldkirch |
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1697 |
6.August: Mehr denn 150 Häuser fielen einem Stadtbrand zum Opfer (bei einer Häuserzahl von etwas mehr als 200). Wohl zur Freude der Schüler fiel auch das Gymnasium am Domplatz dem entfesselten Element des Feuers zum Opfer. Nun fanden die Studierenden für 2 Jahre ein Asyl im ehemaligen Siechenhaus (Spital für Aussätzige) in Levis. |
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1702 |
verhindern die Landstände die Verpfändung Vorarlbergs an St. Gallen und Kempten |
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1750 |
Errichtung eines Oberamtes für Vorarlberg in Bregenz |
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1763 |
Letzte Erweiterung des Fächerkanons am Lyzeum: Jus canonicum (Kirchenrecht). Damit fand die Heranbildung der künftigen Geistlichen, die 1663 begann, ihren krönenden Abschluss. |
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1773 |
Papst Klemens XIV. hebt durch das Breve "Dominus ac Redemptor noster" (unser Herr und Retter) den Jesuitenorden auf. Der Vermögensstand des Kollegs war bis 1773 auf über 84640 Gulden angewachsen. Versteigerung des Feldkircher Jesuitenvermögens. Die Jünger Loyolas wurden gezwungen, ihr schwarzes Ordenskleid abzulegen und das Kolleg zu verlassen. Schaffung des Studienfonds (Gymnasialfonds) zur Sicherung des Lebensunterhaltes der nunmehrigen Exjesuiten und zur Erhaltung ihrer weiterhin als Schulen und Unterrichtsanstalten stehenden Kollegien. Trotzdem den Jesuiten das Feldkircher Gymnasium weggenommen worden war, wirkten sie als nunmehrige Exjesuiten – in Ermangelung anderer geeigneter Pädagogen und aus Entgegenkommen der Herrscherin Maria Theresia als Lehrkräfte an der Feldkircher Bildungsanstalt weiter. Lediglich der Religionslehrer durfte nicht dem früheren Jesuitenorden angehört haben. Von den Exjesuiten blieb nur Fridl auf Dauer in Feldkirch, die anderen verließen Feldkirch frühzeitig. |
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1773 |
Ein Präfekt als Anstaltsleiter |
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1773/74 |
52 Schüler am Gymnasium; weit weniger als zur Blütezeit der früheren Jesuitenschule |
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1774 |
Drohende Auflösung des Feldkircher Gymnasiums durch Maria Theresia. Die Herrscherin verfolgte in ihrer Bildungspolitik vor allem die Verminderung der Gymnasien. Maßgebend waren diesbezüglich ökonomische und soziale Überlegungen: Einsparung von Kosten, Erschwerung des Zuganges von Söhnen aus den unteren sozialen Schichten zur höheren Bildung (sozialer Numerus clausus). Dadurch sollten im ländlichen Raum der Landwirtschaft und den aufblühenden Manufakturen genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Eine Bittschrift der Stadt Feldkirch, die Unterstützung des Churer Fürstbischofs und der vorderösterreichischen Regierung in Freiburg in dieser Angelegenheit konnte die Monarchin schließlich doch zur Rücknahme ihrer Anordnung bewegen. Dabei spielte das Feldkircher Gymnasium als Hort des Katholizismus gegenüber dem Protestantismus eine gewichtige Rolle. |
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1776 |
Vorschreibung einer Aufnahmsprüfung für Gymnasien in folgenden Fächern: Religion, Lesen, Schönschreiben, Latein (deklinieren, konjugieren, komparieren), sowie Rechnen. Außerdem mußte der Schüler ein Zeugnis der deutschen Hauptschule vorlegen und mindestens 10 Jahre alt sein. |
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1779 |
An die Stelle der Exjesuiten beginnen Geistliche des Minoritenklosters Viktorsberg (Minoriten) als Lehrkräfte zu treten. Ihr Wirken war fast ausnahmslos aber nur von kurzer Dauer. |
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1779/80 |
Sämtliche Preisträger durften ihre Medaillen für besondere schulische Leistungen behalten. Sonst mußten sie nach den Herbstferien zurückgegeben werden. Die Unkosten beglich der Feldkircher Stadtmagistrat. |
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Um 1780 |
Das Feldkircher Gymnasium besteht aus drei Grammatikal- (untere, mittlere und obere) und zwei Humanitätsklassen (Rhetorik und Poesie), außerdem die Prinzipia (Vorbereitungsklasse). Sie wird bei den Klassen in der Regel nicht mitgezählt. |
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1781 |
Einführung von Bänken und Büchern (Handschriften) der "Ehre und Schande" zur Hebung des Fleißes und der guten Sitten; zweifelhafte Maßnahme; später Rücknahme dieser Verordnung. |
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1781/82 |
Joseph II.: "Da eine gesittete, sittsame, ordentliche Jugend notwendiger ist als eine gelehrte, so soll fördersamst auf die Einführung einer guten Disziplin und Schulzucht das Hauptaugenmerk gerichtet werden." |
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1782 |
Instandsetzung (Renovierung) des Gymnasiums am Domplatz auf Kosten der Stadt und vor allem des Ärars zweckmäßigere Einteilung der Lehrzimmer, Vertünchung der Wände und der Decke, Anbringung heller Fenster, Aufsetzung eiserner Öfen und Einrichtung eines geräumigeren schönen Saales zur Abhaltung des Gottesdienstes. |
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1785/86
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33 Schüler (absoluter Tiefstand); zuvor Einführung eines Schulgeldes in der Höhe von 12 Gulden jährlich, bis dahin war der Unterricht kostenlos; fast alle ausländischen Schüler (Schweizer) und nicht wenige österreichische verließen das Feldkircher Gymnasium. |
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1786 |
Verzicht auf die Einhebung des Schulgeldes |
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Vor 1788 |
Aufnahme von Weltgeistlichen in den Lehrkörper des Feldkircher Gymnasiums. Bis zum Jahre 1868 unterrichteten hier fast ausschließlich Geistliche. |
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1793 |
Wiedereinführung der "Rutenprobe" als "fühlbare" und zusätzliche Strafen; durch eine Professorenkonferenz am Gymnasium nach reiflicher Überlegung. |
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1796 |
Die Franzosen in Feldkirch |
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1798 bis zum Wintersemester 1805/06 |
Das Gymnasium diente als Militärspital, Unterkunft für durchziehende österreichische oder französische Truppen und als Hauptwache. Während dieser 8 Jahre fand der Unterricht in leerstehenden Privatwohnungen des Präfekten und der Professoren statt. |
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1799 |
März: erfolgreiche Verteidigung Feldkirchs gegen die Franzosen |
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1800 |
Feldkirch wird für ein halbes Jahr von französischen Truppen besetzt. |
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1802 |
Wurde die Verlegung des Feldkircher Gymnasiums nach Bregenz in Erwägung gezogen. |
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1804 |
Proklamation Österreichs zum Kaisertum |
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1806-1814 |
Feldkirch beim Königreich Bayern |
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1806 |
Ein Studienrektor als Anstaltsleiter |
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1806 |
Aufhebung des Benediktinerklosters Mehrerau. Als erster ehemaliger Mönch des Klosters kommt Joseph Gegenbauer im gleichen Jahre an das Feldkircher Gymnasium. 1809 folgt ihm Meinrad Merkle. |
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1806/07 |
Vorläufige Errichtung einer Mittelschule in Feldkirch mit 6 Jahreskursen. |
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1806-1809 |
Wiederbenützung des Gymnasiums als Schullokal. Während des am 24. April 1809 ausgebrochenen Vorarlberger Volksaufstandes gegen die Bayernherrschaft diente das Gebäude als Hauptwache. Dabei wurde es so verwüstet, dass es für den Unterrichtsgebrauch nicht mehr in Frage kam. |
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1807 |
Eröffnung einer philosophischen Vorbereitungsklasse |
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1808 |
Geplante Einführung eines vollständigen philosophischen Studiums. Damit hätte Feldkirch wieder eine Schule vom Range eines Lyzeums besessen, wie zuletzt bis zum Jahre 1773. |
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1808 |
Dezember: Degradierung des Feldkircher Gymnasiums, infolge Beschränkens auf die ihm zur Verfügung stehenden materiellen Mittel (Exjesuitenfonds), zu einer vierklassigen Studienschule; bestehend aus einer jeweils zweiklassigen Primär- und Sekundärschule, letztere eine Realklasse (zum Erwerb einiger höherer Kenntnisse für das bürgerliche Leben) und ein Progymnasium (Vorschule für das Gymnasium) umfassend. Der Lateinunterricht beschränkte sich offenbar lediglich auf die Prinzipien (Anfänge), Rudimenta (Grundlagen) und Grammatik. Bei diesem Studienplan blieb es bis zum Ende des Schuljahres 1814/15. |
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1809 |
Aufstand gegen die Herrschaft der Bayern |
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1809 |
Unterbringung der Schule im Palais Liechtenstein |
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1809 |
4.November: Übersiedlung der Schule in die ganz leerstehenden Räumlichkeiten des Prioratsgebäudes (heute Verwaltungsgebäude der Stadtwerke). Es gehörte damals dem Staat. Seit 1878 der Stadt Feldkirch. |
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1814/15 |
gegen 58 Schüler; Ursache des Schülerschwundes war die Umwandlung des Gymnasiums in eine Mittelschule bzw. Studienschule (Progymnasium); die Absolventen dieser Lehranstalt mußten zur Beendigung ihrer Gymnasiallaufbahn nach Augsburg , München oder Nürnberg gehen. |
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1815 |
Feldkirch wieder bei Österreich |
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1815 |
Einführung des Fachlehrersystems am Feldkircher Gymnasium; |
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1815, |
Ein Präfekt als Anstaltsleiter |
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1815 |
16. Oktober: Besuch des Kaisers Franz I. in Feldkirch. Besichtigung des Gymnasiums. Zusicherung des durchlauchten Gastes, dass Vorarlberg nicht nur ein vollständiges Gymnasium, sondern auch ein philosophisches Studium erhalten soll. Doch die Einlösung des kaiserlichen Versprechens blieb lange Zeit ein frommer Wunsch der Feldkircher. |
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1815/1818 |
Stufenweise Umwandlung der Feldkircher Studienschule in ein Gymnasium: Im Schuljahr 1815/16 Eröffnung der Grammatikalklassen (Fächer: Religionslehre, Latein, Griechisch, Geschichte, Geographie, Arithmetik, Algebra, Geometrie, Naturgeschichte, Physik, Deutsch, Schönschreiben und Gesang), ferner 1816/17 und schließlich 1817/18 die beiden Humanitätsklassen (Poesie, Rhetorik). Als Landstadt ohne Lyzeum und Universität bekam Feldkirch damals nur 3 Grammatikalklassen zugebilligt. Nun umfasste das Feldkircher Gymnasium 5 Klassen. |
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1818/19 |
Einführung von 4 Grammatikalklassen an allen österreichischen Gymnasien. Das galt selbstverständlich auch für die Feldkircher Unterrichtsanstalt (bisher 6 Grammatikalklassen), die nun über insgesamt 6 Klassen verfügte. Die einheitliche Norm erleichterte einen Wechsel des Studienortes in Österreich. |
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1819 |
Abschaffung des Unterrichtes in Naturgeschichte und Naturlehre (Physik). Griechisch auf Kosten der Physik auf 4 Jahre ausgedehnt (erweitert). |
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1819/20 |
Wiedereinführung des Klassenlehrersystems |
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1823 |
Anstellung des Weltpriesters Wilhelm Steinhammer als Lehrer der 4. Gymnasialklasse. "Diesem Provisorium", heißt es in der Geschichte des Feldkircher Gymnasiums, "stimmt die Vorsehung nicht zu, denn am Tag seiner Ankunft fiel dieser Hilfslehrer plötzlich in unheilbaren Wahnsinn und wurde zu den Seinen zurückgebracht.". |
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1825 |
162 Schüler; als Folge der Abschaffung der Aufnahmegebühren seit dem Studienjahr 1817/18; |
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1825/26 |
Wiedereinführung der Naturgeschichte als Obligatfach |
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1835/36 |
Klagen der Innsbrucker Regierung, weil in den verflossenen 6 Jahren hinsichtlich der Lateinkenntnisse "kaum Studenten, die dieser Sprache mächtig waren", gefunden worden seien. Zur Abhilfe dieses Übelstandes wurde empfohlen, die Schüler der 4 Grammatikalklassen jede Woche zwei Themen ausarbeiten zu lassen. |
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1838 |
67 Schüler; Gründe für die starke Abnahme: Ablegung einer Aufnahmsprüfung, Aufnahmeverbot für Ausländer über 10 und für alle über 14 Jahre, starke Beschränkung des Privatunterrichtes (auf dem Lande); so glaubte man höheren Ortes dem wachsenden Andrang "zu den Studien" gegensteuern zu müssen; in den folgenden Jahren starke Lockerung dieser Bestimmungen. |
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1838 |
Damals "frönten acht Schüler ihrem Laster, fast bis Mitternacht rauchend, spielend, trinkend, Obszönes redend; zwei von ihnen verbrachten die Nacht in der Kneipe oder außerhalb ihrer Wohnungen." Damals waren für Gymnasialschüler Gasthausbesuche verboten. Die verhängten Strafen waren auch dementsprechend: Für drei Angeklagte wurden 24, für weitere drei 12 und für zwei 6 Stunden Karzer (Schulgefängnis) verhängt. |
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1838/39 |
Mit Josef Ploner unterrichtet der erste weltliche Lehrer am Feldkircher Gymnasium seit seinem Bestehen. Für lange Zeit eine seltene Ausnahme. |
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1842/43 |
138 Schüler |
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1848 |
Revolutionsjahr. Aufruhr in Feldkirch unter Führung des Textilfabrikanten Carl Ganahl. |
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1848/49 |
Die große Studienreform des Grafen Leo Thun-Hohenstein. Sie brachte einen epochalen Wendepunkt im österreichischen Gymnasialschulwesen. Als obligate Unterrichtsgegenstände wurden ausersehen: Religion, Latein, Griechisch, die Muttersprache, eventuell eine zweite Landessprache, Geschichte, Geographie, Mathematik, Geometrie, Zeichnen sowie Naturgeschichte. Angelpunkt im Fächerkanon blieben selbstverständlich nach wie vor die klassischen Sprachen Latein und Griechisch, wobei der Sprache der alten Hellenen eine größere Stundenzahl als bisher zugestanden wurde. Eine neue Gewichtung erfuhr der Unterricht in Latein: Nun stand nicht mehr die Beherrschung dieser Sprache in Rede und Schrift im Mittelpunkt, sondern vielmehr ihr eminenter Bildungswert. Die Veredlung des menschlichen Geistes überhaupt dank der Lektüre der klassischen Literatur sollte fortan zum tragenden Fundament altsprachlichen Bildungsbestrebens werden. Angliederung der beiden philosophischen Jahrgänge, die bis dahin alle Studierenden vor der Aufnahme eines Studiums an einer Universität zu absolvieren hatten, an das Gymnasium als 7. und 8. Klasse. Damit umfasste dieser Schultyp nicht mehr wie bisher 6, sondern 8 Jahrgänge: jeweils 4 Klassen Unterstufe und 4 Klassen Oberstufe. Der gymnasiale Unterricht wurde nun universitätsgeprüften Fachlehrern anvertraut. Damit endgültiger Abschied vom Klassenlehrersystem. Einführung einer Reifeprüfung (Matura) am Ende der 8. Klasse als Voraussetzung für ein Studium an einer Universität. Die Reform des Grafen Thun war gleichsam die Geburtsstunde des modernen österreichischen Gymnasiums. |
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1849 |
Ein Direktor als Anstaltsleiter |
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1850 |
Weiterbestand des Feldkircher Gymnasiums gefährdet: Die Schule sollte fortan abwechselnd in einem Jahr den 1.,3.,5. und 7. Kurs eröffnen, im anderen den 2.,4.,6. und 8. Damit hätte die traditionsreiche Bildungsanstalt nur alle 2 Jahre mit einer 1. Klasse beginnen können. Das Ministerium für Kultus und Unterricht wollte mit dieser Maßnahme offenbar Besoldungskosten sparen. Das Gymnasium in der Montfortstadt war damals das einzige in Vorarlberg. Sein Schicksal war deshalb für das ganze Land von großer Bedeutung. Daher wurde im September 1850 im Namen und auf Kosten ganz Vorarlbergs eine eigene Deputation nach Wien entsandt, wo sie die Zurücknahme der erwähnten "ungünstigen Maßregel" erwirken konnte. Damit bekam die Stadt am Fuße der Schattenburg ein vollständiges Gymnasium mit acht Klassen. Nun konnten die beiden philosophischen Jahrgänge, die bisher der Universität vorbehalten waren, am Feldkircher Gymnasium selbst absolviert werden. |
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Um 1850 |
Einrichtung des physikalischen Kabinetts an der Schule |
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um 1850 |
Anlage eines botanischen Gartens unter Direktor Stocker (1848-1856), der selber ein sehr kenntnisreicher Pflanzenkundler war. Sein Kernstück bildete seit 1869 die Alpenanlage. "Bei dem Baue der Alpenanlage", schreibt Prof. Ausserer, "leitete uns der Gedanke, dem Schüler nicht bloß ein pflanzengeographisches Bild seiner heimatlichen Berge zu geben, sondern ihm zugleich auch eine Übersicht der orographischen (die Reliefformen betreffend) und geognastischen (geologischen) Verhältnisse seines Vaterlandes Vorarlberg auf kleinem Raume zu gestatten.". Die Alpenanlage sollte eben die Natur Vorarlbergs im Kleinformat repräsentieren. Die ganze Anlage hatte eine Fläche von 180 m2. Sie galt lange Zeit in Vorarlberg als Sehenswürdigkeit. |
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1856 |
Gründung des Jesuiten-Kollegs "Stella Matutina". Unterbringung in der leerstehenden "St.-Leonhards-Kaserne", die von der Stadt Feldkirch am 25. Juli 1856 um 70000 Gulden an die Jesuiten der deutschen Ordensprovinz verkauft worden war. Der 1773 aufgehobene Jesuitenorden wurde 1814 von Papst Pius VII. wiederhergestellt. Dies war die 2. Feldkircher Jesuitenniederlassung. Sie steht mit der ersten (1649-1773) in keinem Zusammenhang und ist davon wohl zu unterscheiden. |
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1856 |
3. September: Ministerialerlaß zur Übergabe des öffentlichen Feldkircher Staatsgymnasiums mit 8 Klassen an die Jesuiten mit dem demnächst zu beginnenden Schuljahr 1856/57. Sämtliche Gebäude des Staatsgymnasiums waren den Jünger Loyolas zu übergeben, blieben aber Eigentum des Studienfonds und mußten auf dessen Kosten erhalten werden: das Gymnasialgebäude (heute Verwaltung der Stadtwerke), die Johanneskirche, schließlich die zum Gymnasium gehörende Schulbibliothek und die Lehrmittel. Der Unterrichtsminister Graf Leo Thun wollte durch die Lehr- u. Erziehungstätigkeit der Jesuiten "den radikalen Einflüssen (Liberalismus!), welche sich in Vorarlberg geltend zu machen suchen, einen festen Damm" entgegensetzen. Der Stadt Feldkirch oblag die Sorge für die Unterbringung, Beheizung und Einrichtung der Schulräume. Die offizielle Übergabe des Gymnasiums erfolgte am 25. und 26. September 1856. |
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1856 |
2. Oktober: Eröffnung des staatlichen Gymnasiums. Gleichzeitig öffnete auch das Pensionat Stella Matutina seine Pforten. Festzug durch Feldkirch, begleitet vom Glockenklang und Kanonendonner. |
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Nach 1856 |
Erstellung eines Turnplatzes im Hof des Gymnasiums. |
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1857 |
Plan eines Neubaues des Gymnasiums. Es sollte neben der Johanneskirche entstehen. Die Schülerzahl war seit 1856 (Übernahme durch die Jesuiten) stark angewachsen. |
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1859/1860 |
insgesamt 464 Schüler (bisheriger Höchststand) |
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1860 |
Gründung der dreiklassigen städtischen Kommunal-Unter-Realschule in Feldkirch auf Betreiben der Handelskammer und mit Unterstützung reicher Fabrikanten. Diese Bildungsanstalt befand sich damals im westlichen Teil der heutigen Raiffeisenbank am Domplatz. Sie wurde in den Jahren 1871 bis 1874 sukzessive aufgelassen. An ihre Stelle trat eine vierklassige Unterrealschule, die mit dem Real-Gymnasium im Gymnasialgebäude vereinigt wurde. |
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1860 |
19. November: Einweihung des neuen Gymnasialgebäudes (="Kiste"). Es konnte im Schuljahr 1860/61 acht Klassen aufnehmen. Vier Parallelklassen des Untergymnasiums mußten im Prioratsgebäude (Verwaltungsgebäude der Stadtwerke) verbleiben. Es hieß fortan das "Alte Gymnasium". |
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1863 |
16 März: Der hochkarätige liberale Feldkircher Landtagsdeputierte und Jesuitengegner Carl Ganahl bringt im Vorarlberger Landtag einen "Dringlichkeitsantrag" ein: Entweder erfüllen die Jesuiten am Feldkircher Staatsgymnasium die gesetzlichen Anordnungen hinsichtlich des Lehrplanes (Unterrichts-System) und der Ablegung der Lehramtsprüfungen, andernfalls ihnen das "k.k. Staatsgymnasium in Feldkirch zu entziehen" sei. Der Vorarlberger Landtag fasste in der Tat einen Beschluss in diesem Sinne. Darauf veröffentlichten am 27. März 1863 sechs externe Schüler der 8.Klasse des Feldkircher Gymnasiums in der Presse eine von ihnen unterzeichnete Erklärung in Form eines offenen Briefes. Darin bezeichneten sie ihre Schule als "Mustergymnasium" und ziehen den Landtag eines "leichtsinnigen Beschlusses". Damit beschworen sie den Zorn der Liberalen Vorarlbergs, allen voran Carl Ganahl. Zur Ehrenrettung der Jesuiten veranstalteten die Schüler einen Fackelzug durch die Straßen der Montfortstadt. |